Der Sport-Tag

Der Sport-Tag"In eine Sphäre abgedriftet": Van Almsick hasst den Hass

22.02.2026, 10:34 Uhr

Franziska van Almsick hat die zunehmenden Hassnachrichten an deutsche Sportlerinnen und Sportler in den sozialen Medien scharf kritisiert. "Ich glaube, da sind wir in eine Sphäre abgedriftet, die man gar nicht mehr in Worte fassen kann. Da heißt es nur noch: Augen und Ohren zu", sagte die frühere Weltklasse-Schwimmerin und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe beim "Ball des Sports".

Abfällige Kommentare zu ignorieren, sei allerdings "leichter gesagt als getan. Irgendwie muss man damit leben und schauen, wie man selbst am besten damit klarkommt. Ändern können wir es wahrscheinlich nicht", sagte die 47-Jährige. Van Almsick, die in ihrer aktiven Zeit mit einigen negativen Schlagzeilen in den Medien konfrontiert worden war, sieht darin ein generelles gesellschaftliches Problem. "Wenn man heute in der Öffentlichkeit steht, muss man gucken, was man sagt. Manchmal traut man sich gar nicht, Dinge anzusprechen, weil man immer davon ausgehen muss, dass Leute das nicht gut finden", sagte sie. Kritik sei zwar okay. "Aber es geht immer um die Art und Weise, wie man kommuniziert", so van Almsick.

Quelle: ntv.de