FIFA-Boss Gianni Infantino sorgt wenige Tage nach der Fußball-Weltmeisterschaft eine Bombe platzen: Die FIFA will für mehrere Milliarden Euro Rechte an den großen Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen. Schnell formiert sich Widerstand, vor allem die UEFA ist außer sich.
Auch aus der deutschen Politik sind die Signale in Richtung der FIFA-Zentrale in Zürich deutlich: "Infantinos Größenwahn scheint grenzenlos zu sein. Wenn der Kommerz den Sport dominiert, stirbt der Fußball", sagte Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour ntv/RTL zu den Vorgängen. "Die UEFA hat recht: die Privatisierungspläne überschreiten eine Grenze."
Laut Berichten mehrerer Medien sollen bis zu 20 Prozent der Anteile an der Fußball-WM verkauft werden. Um die Pläne umzusetzen, benötigt die FIFA eine einfache Mehrheit ihrer Mitgliedsverbände. Infantino hat dafür eine Deadline bis zum 19. September gesetzt - und winkt den Unterstützern mit einer satten Prämie. Die Zustimmung zu den Plänen ist demnach rund 40 Millionen Dollar wert. Wird das Vorhaben abgeschmettert, kassieren die Verbände lediglich 10 Millionen Euro. Dies sei "reine Bestechung", sagte eine nicht namentlich genannte Person der "Times".
