1860 München setzt voll auf eine erfolgreiche Zukunft ohne Investor Hasan Ismaik. "Vor uns liegt die größte Chance für den TSV 1860 München in vielen, vielen Jahren", sagte Präsident Gernot Mang bei der Mitgliederversammlung in München. "Wir haben die einmalige Chance, die Zukunft unseres Vereins selbst in die Hand zu nehmen." Einen ersten Schritt dazu machten die Löwen mit der Gründung einer neuen Spielbetriebsgesellschaft, die künftig den Profifußball organisieren soll. Mit einer großen Mehrheit stimmten die Mitglieder für eine entsprechende GmbH - mehr als 1000 waren dafür, nur sechs votierten dagegen. Die neue Struktur soll auch formal das Ende der Ismaik-Ära in München-Giesing symbolisieren.
Eingeleitet hatte der Investor die Entwicklung selbst, indem er den Löwen zuletzt ein Millionen-Darlehen kündigte. Es folgte der Zwangsabstieg in die Regionalliga. Dagegen liegt eine Beschwerde beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) vor, eine Entscheidung steht aus. Die Chancen auf Erfolg gelten als gering. Der TSV-Stammverein kündigte den Kooperationsvertrag mit Ismaik.
Der jordanische Millionär beteuerte in dieser Woche, das Geld für die Drittliga-Lizenz habe bereitgelegen. Sein Anwalt Peter Gauweiler wirft dem Verein vor, eine Insolvenz der gemeinsamen Spielbetriebsgesellschaft, der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, bewusst zu provozieren, um den Investor loszuwerden.