Der Sport-Tag

"Irre Champions-League-Millionen sind Gift"

29.09.2020 | 18:01 Uhr

Der frühere Bundesliga-Manager Andreas Rettig sieht in den immensen Millionen-Ausschüttungen in der Champions League das hauptverantwortliche Übel für die schwindende Chancengleichheit im Fußball. "Die irren Champions-League-Gelder sind Gift für jeden nationalen Wettbewerb. Sie stören die Competitive Balance, die Chancengleichheit im sportlichen Wettbewerb. Sie schaffen falsche Anreize und verschärfen das sogenannte Rattenrennen", kritisierte der 57-Jährige gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten".

Ein Wettstreit gegen Oligarchen, Staatsfonds oder staatliche gelenkte chinesische Konglomerate sei seiner Ansicht nach bei seriöser Unternehmensführung nicht zu gewinnen. "Wenn ein Wettbewerb aus sich heraus nicht mehr in der Lage ist, selbst gegebene Regeln im Sinne des Fair-Play-Gedankens umzusetzen, dann muss eben die Politik eingreifen", forderte der frühere Geschäftsführer der DFL von der Uefa.

Verwendete Quelle: ntv.de