Der Sport-Tag

Ist "Schande" der Dopingkontrolle schuld an Vingegaards Tour-Aus?

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20.07.2026 | 06:53 Uhr

"Unmenschlich", "Schande", "Respektlos!" Nach dem Sturz-Aus von Mitfavorit Jonas Vingegaard auf einer der schwersten Bergetappen der Tour de France war der Aufschrei wegen der nächtlichen Dopingkontrollen bei den Stars der Branche groß. Fehlte dem zweimaligen Tour-Champion aus Dänemark beim Malheur im Kreisverkehr womöglich die Konzentration, nachdem er um 2 Uhr in der Nacht von den Kontrollen aus dem Bett geholt wurde? Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel fand nach seinem Etappensieg klare Worte. "Ich kann nur sagen, dass es ziemlich respektlos ist, die Fahrer mitten in der Nacht zu wecken. Kontrollen um 2 und 5 Uhr morgens sind etwas, das wir als Fahrer eigentlich nicht hinnehmen können. Es ist schlicht unmenschlich, uns mitten in der Nacht aus dem Schlaf zu reißen", sagte der Belgier und bezeichnete die Vorgänge als "Schande".

Evenepoel konnte in der Nacht zu Sonntag gut schlafen. Bei Vingegaard klopfte es indes um 2 Uhr an der Tür, Tadej Pogacar war um 5 Uhr dran. Vingegaard stürzte schließlich während der Etappe und musste mit einem Schlüsselbeinbruch aufgeben. "Nach einer Nacht, bei der der Schlaf ruiniert wird, liegt es vielleicht daran. Seine Tour ist ruiniert. Es ist wirklich traurig", sagte Pogacar, der Mann im Gelben Trikot, und fügte hinzu: "Schlaf ist wichtig. Die Erholung des Körpers ist entscheidend. Wenn man auch nur ein bisschen die Konzentration verliert... Und die Strecke dort in der Ortschaft war wirklich gefährlich."

Verwendete Quelle: ntv.de