"Einfach supergeil" - Klopps Idee reißt Matthäus vom Hocker
Für den anstehenden Länderspiel-Viererpack im Rahmen der Nations League hat Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp einen 44-köpfigen Mega-Kader berufen und damit auf Anhieb für die erwartete Aufbruchstimmung gesorgt. Zumindest schätzt der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus den Kniff so ein. "Ich finde es eine überragende Idee, dass er 44 Spieler eingeladen hat", schwärmt DFB-Ikone Lothar Matthäus bei "Sky90" vom Kader-Coup von Bundestrainer Jürgen Klopp.

"Zurück in die Kneipe": So kurios lief DFB-Nominierung früher ab
"In Deutschland wird alles, was neu ist, erst tausendmal hinterfragt. Dabei ist es gerade zu Beginn der Saison sinnvoll, zwei Kader zu benennen. Es stehen vier Spiele innerhalb von neun oder zehn Tagen an, und die Spieler sind nicht lange von ihren Vereinen weg. Die Champions League hat gerade angefangen, die Europa League ebenfalls, und auch die Meisterschaft läuft bereits. Das ist einfach supergeil", begründet Matthäus, warum er der Idee besonders viel abgewinnen kann.
Abgeholt hat Matthäus auch das Auftreten von Klopp bei dessen Pressekonferenz zur Verkündung des Aufgebots. Die PK sei "sensationell" gewesen, lobt der 65-Jährige. "Ich habe sie sogar 45 Minuten lang live verfolgt, und das mache ich ganz selten, weil mich das wirklich mitgenommen hat", so Matthäus, der zudem vor allem von einem Vorgehen von Klopp angetan ist, das die Spieler ganz besonders pushen dürfte: "Wie muss es dann erst den Spielern gehen? Ich habe 150 Länderspiele, und 13 oder 14 der Spieler haben noch kein einziges Länderspiel. Er hat sie alle gepusht. Die Namen wurden von den Journalisten gar nicht genannt, sondern er hat sie selbst ins Spiel gebracht: Der ist stark, der ist schnell, der ist torgefährlich, der ist dribbelstark. Die Spieler fühlen sich dadurch alle ein bisschen breiter, ein bisschen größer und ein bisschen selbstbewusster."
Darts-Superstar Luke Littler droht mit drastischen Konsequenzen
Darts-Weltmeister Luke Littler hat nach anhaltenden Anfeindungen durch Zuschauer mit einem Boykott von Turnieren auch in den Niederlanden gedroht. Der 19-Jährige war am Wochenende bei den World Series of Darts Finals im Amsterdam sowohl gegen Lokalmatador Danny Noppert als auch im Achtelfinale gegen Nathan Aspinall (England) ausgebuht und ausgepfiffen worden. In Deutschland hatte Littler in der Vergangenheit Ähnliches erlebt.
Während der Partie gegen Aspinall sah sich der Schiedsrichter sogar gezwungen, das Match kurzzeitig zu unterbrechen und die Zuschauer wegen ihres Verhaltens zu verwarnen.
Auf die Frage, ob er wie bereits in Deutschland auch bei European-Tour-Veranstaltungen in den Niederlanden fernbleiben könnte, antwortete Littler bei Online Darts eindeutig: "100 Prozent." Der Engländer ergänzte: "Wenn die Niederländer so bleiben, dann werde ich dort keine Euro-Tour mehr spielen. Es hat einfach keinen Sinn, dass ich anreise und meine Zeit verschwende, während ich ausgebuht werde." Zudem sagte er: "Ich will einfach nur Darts spielen - und natürlich Autogramme geben."
Am Sonntag scheiterte Littler schließlich im Viertelfinale am Waliser Jonny Clayton (4:10). So platze auch der Traum des perfekten Jahres. Alle elf Majorturniere wollte Überflieger Littler in diesem Jahr gewinnen, nach sechs Triumphen endete die Serie. Der Sieg ging an seinen Landsmann Ross Smith, der sich im Finale mit 11:5 gegen den Waliser Gerwyn Price durchsetzte.