Der Sport-Tag

Kahn stand kurz vor dem Burnout

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Kahn hat sich nun entschieden, mit seinem Beinahe-Burnout an die Öffentlichkeit zu gehen. (Foto: imago/Nordphoto)
25.06.2017 | 11:31 Uhr

In seiner aktiven Zeit war Keeper Oliver Kahn der nebenberufliche Motivator seiner Mannschaft: Es gab genug Situationen, in denen man das Gefühl hatte, ohne "Titan Kahn" würde der Bayern-Mannschaft bzw. DFB-Elf das gesamte Spiel um die Ohren fliegen. Allerdings sah es offenbar innerlich nicht immer so souverän aus.

Der ehemalige Nationaltorhüter enthüllte in der WDR-Sendung "Ich stelle mich", dass er nach dem verlorenen Champions-League-Finale 1999 gegen Manchester United sämtliche Reserven aufgebraucht hatte und auf ein Burnout zusteuerte. "Geistig und körperlich ging gar nichts mehr. Ich bin morgens aufgewacht und wusste nicht mehr, wie komme ich jetzt eigentlich zum Training? Wie schaffe ich es überhaupt im Haus die Treppe runter zu kommen", sagte Kahn. Anfangs habe er sich das nicht eingestehen wollen, doch dann " habe ich gemerkt: So kannst du nicht weiter agieren."

Nur mit Hilfe seiner Familie, besonders seines Vaters (selbst ehemaliger Profifußballer) sei er aus dem Tief hinausgekommen. Zudem war es Kahn wichtig, die Sache für sich zu behalten- man müsse als derart exponierte Person schließlich immer Angst haben, dass "ernsthafte Schwächephasen nach draußen dringen und die Karriere gefährden."

Kahn hatte in seiner Biografie, aber auch in einer "Bild"-Serie schon einmal eingeräumt, dass er einen Burnout hatte.