Der Sport-TagKampf um Heim-Olympia: Doping-gesperrte Biathletin erhält Zuspruch
Im Kampf gegen ihre vorläufige Dopingsperre bekommt die italienische Biathletin Rebecca Passler bei den Olympischen Winterspielen im eigenen Land moralische Unterstützung von ihren Teamkolleginnen. "Ich habe ihr natürlich eine Nachricht geschrieben, weil ich ihr in diesem schwierigen Moment nahe sein wollte", sagte Ex-Weltmeisterin Dorothea Wierer. Passler sei eine "tolle Person", die Unterstützung verdient, ergänzte die 35-Jährige, die zweimal den Gesamtweltcup gewann. "Mehr können wir im Moment nicht tun. Wir können nur abwarten und ihr eine große Umarmung schicken."
Die 24-jährige Passler will ihre Sperre nicht akzeptieren und reichte beim Internationalen Sportgerichtshof Cas einen entsprechenden Antrag dagegen ein. Am Dienstag wird sie deswegen angehört, einen Tag später steht über 15 Kilometer das erste Einzelrennen der Winterspiele bei den Frauen an. Passler fordert den Angaben zufolge, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme doch noch zu ermöglichen. Sie war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar laut Italiens Anti-Doping-Behörde positiv auf Letrozol getestet und anschließend vorläufig suspendiert worden. Sie argumentiert, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld.