Mit eindringlichen Worten hat sich Trainer Niko Kovac in der sportlichen Krise des VfL Wolfsburg gegen die Form der Kritik an ihm gewehrt. "Es geht nicht um mich. Es geht um den Klub und um die Mannschaft. Trotzdem muss man den Trainer und auch den Menschen sehen. Ich als Mensch muss zusehen, dass ich meinen seelischen Frieden habe. Wenn ich das auch noch mit nach Hause nehme, ist das nicht gut", sagte der 52-Jährige bei der Pressekonferenz zum Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim (Sonntag, 15.30 Uhr/Sky). Kovac hatte am vergangenen Wochenende nach dem 1:1 gegen den 1. FC Köln gesagt: "Ich bin total entspannt." Das war ihm vor allem von Fans des VfL als Gleichgültigkeit ausgelegt worden. Gegen diesen Eindruck wehrte er sich am Freitag auch mit dem Verweis auf die große psychische Belastung für Trainer in der Fußball-Bundesliga. Sein Tenor: Man dürfe den Erfolgsdruck in diesem Beruf nicht zu stark an sich persönlich heranlassen.
"Man muss die Frage auch in den Kontext zu meiner Antwort stellen. Man kann nicht sagen: "Das ist ihm egal"", sagte Kovac. "Ja, ich bin entspannt. Weil ich es muss. Ich bin lange genug dabei und habe einige Situationen als Mensch und als Trainer schon erlebt. Und wenn Sie dann das Eine vom Anderen nicht trennen können, dann werden Sie krank. Das ist mein höchstes Gut. Und das versuche ich zu schützen."
