Der Sport-Tag"Kriegsähnliche Situation": DFB-Boss hat große Sorgen um Mexiko
DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig macht sich mit Blick auf die Fußball-WM im Sommer wegen der derzeitigen Sicherheitslage in Mexiko Sorgen. Auf die Frage, ob er Vorfreude auf das Turnier verspüre, antwortete Rettig in der Augsburger Allgemeinen: "Wenn ich ehrlich bin, aktuell nicht."
Gut drei Monate vor Beginn der Weltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli) hatten mutmaßliche Bandenmitglieder nach der Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio "El Mencho" Oseguera Cervantes durch die Armee in weiten Teilen des Landes eine Welle der Gewalt ausgelöst. In 20 der 32 Bundesstaaten kam es am Sonntag zu Ausschreitungen, am Montag blieben teils Schulen und Gerichte geschlossen. "Es bleibt zu hoffen, dass sich diese kriegsähnliche Situation schnell entspannt und es nicht zu einer weiteren Eskalation kommt", sagte Rettig, "meine Gedanken sind bei allen Mexikanerinnen und Mexikanern, die unter den Unruhen leiden."