Der Sport-TagKurz vor WM-Start: Proteste in Mexiko-Stadt eskalieren
Eine Woche vor der Eröffnungsfeier der Fußball-Weltmeisterschaft am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt erlebt die mexikanische Hauptstadt eine Welle von Protesten. "Wenn es keine Lösung gibt, wird der Ball nicht rollen", warnen streikende Lehrer, die bereits Fußballer-Skulpturen an der Prachtstraße Paseo de la Reforma umgestürzt haben und Straßen blockieren.
Auch Angehörige von rund 130.000 in Mexiko vermissten Menschen, darunter der 43 seit 2014 vermissten Studenten des Lehrerseminars von Ayotzinapa sowie Bauern und Kraftfahrer planen Proteste und Straßenblockaden. Sie wollen die durch die WM geschaffene internationale Aufmerksamkeit nutzen, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen.
Im Mitgastgeberland Mexiko werden insgesamt 13 der 104 Spiele der gemeinsam mit den USA und Kanada organisierten WM ausgetragen. Rund um den Stadien in Mexiko-Stadt, Monterrey und Guadalajara sind Demonstrationen geplant.