Der Sport-TagLukaschenko wirbt großspurig: "Beste WM der Geschichte"

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat bei einem Treffen mit dem Präsidenten des Eishockey-Weltverbands (IIHF) die geplante Ausrichtung der Weltmeisterschaft gegen Kritik verteidigt. Ungeachtet des internationalen Drucks auf den Verband sei Belarus bereit für das Turnier - gegebenenfalls auch ohne Co-Ausrichter Lettland, sagte Lukaschenko bei einem Treffen mit IIHF-Präsident René Fasel in Minsk. Wegen massiver Polizeigewalt gegen Andersdenkende und mangelnder Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie ist Belarus als WM-Standort umstritten.
Lukaschenko, der als "letzter Diktator Europas" gilt, empfing Fasel herzlich; sie drückten sich beide Hände zum Gruß, wie auf Bildern der Staatsmedien zu sehen war. "Wenn Lettland verzichtet, dann richten wir die Weltmeisterschaft in Belarus aus, und das wird die beste WM der Geschichte", sagte Lukaschenko. Der Rat der IIHF will am 25. und 26. Januar über die Ausrichtung in Belarus tagen. Wegen der als gefälscht kritisierten Präsidentenwahl am 9. August wird Lukaschenko von der EU nicht mehr als Staatschef anerkannt.