Im Prozess um den Tod von Fußball-Legende Diego Maradona hat die Staatsanwaltschaft zum Teil langjährige Haftstrafen für die Angeklagten gefordert. Die Anklagebehörde wirft den betroffenen Ärzten und Pflegern des vor knapp sechs Jahren gestorbenen Superstars erhebliche Versäumnisse und Fehler vor, wie im Livestream der Verhandlung in San Isidro nördlich von Buenos Aires zu sehen war. Die Anklagen lauten auf Totschlag beziehungsweise fahrlässige Tötung.
Den längsten Freiheitsentzug beantragte die Staatsanwaltschaft für Maradonas Leibarzt Leopoldo Luque, der zwölf Jahre in Haft soll. Nancy Forlini, die medizinische Koordinatorin der Krankenkasse, soll zehn Jahre in Haft. Haftstrafen forderten die Ankläger auch für Maradonas Psychiaterin Agustina Cosachov (8), den Psychologen Carlos Díaz (5) sowie den Pfleger Ricardo Almirón (4) und dessen Vorgesetzten Mariano Perroni (4). Wie Staatsanwalt Patricio Ferrari ausführte, sei der Tod Maradonas vermeidbar gewesen. Die medizinische Versorgung müsse als unzureichend angesehen werden.
