Die ukrainische Tennisspielerin Marta Kostjuk hat die Wiederzulassung Russlands durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) scharf kritisiert. "Das ist schrecklich. Ich finde, das ist sehr, sehr weit entfernt von Fairplay für alle hier beteiligten Länder, nicht nur für die Ukraine", sagte Kostjuk: "Ich will einfach nur rausgehen und hoffentlich jede einzelne Russin schlagen, gegen die ich bei den Olympischen Spielen spiele. Das war's."
Am Dienstag hatte das IOC nach einer Sitzung der Exekutive bekannt gegeben, dass die Sanktionen gegen das Nationale Olympische Komitee Russlands (ROC) vorläufig aufgehoben und die Empfehlungen an die Fachverbände damit hinfällig sind. Unter der eigenen Flagge und Hymne dürfen russische Sportler und Teams zumindest bei Olympischen Spielen vorerst aber nicht starten.
"Ich bin zu 100 Prozent nicht mit dieser Entscheidung einverstanden. Aber ich habe das Gefühl, dass sich viele Menschen zu diesem Thema geäußert haben. Sie sind offensichtlich auch nicht damit einverstanden", sagte Kostjuk nach ihrem erstmaligen Einzug in das Halbfinale von Wimbledon: "Ich glaube nicht, dass sich daran etwas ändern wird."