Es wird ernst: In sechs Stunden wird der erste Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft ertönen. Im legendären Aztekenstadion von Mexico-City stehen sich Gastgeber Mexiko und Südafrika gegenüber. Es wird ernst für alle Fußball-Fans, für die FIFA - aber auch für die Sicherheitskräfte. Tausende Polizisten sammeln sich bereits in der Nähe des Stadions, beobachtet Kollege Stephan Uersfeld vor Ort. Auf der Schnellstraße Urbana Sur fährt er minutenlang an Reihen von Polizisten vorbei. Auch Sprengstoffhunde sind zu sehen.

In Mexiko-Stadt gibt es Sorge vor Blockaden und Demonstrationen. Mexiko-Stadt werde einen Chaos-Tag erleben, prophezeite die Zeitung "El Financero". Nach tagelangen Protesten vor allem durch die radikale Lehrergewerkschaft CNTE herrscht eine angespannte und aufgeladene Stimmung in der Hauptstadt des WM-Mitgastgeberlandes. Tausende Polizeibeamte sollen das Auftaktspiel absichern. Die FIFA hat die Maßnahme "Letzte Meile" einberufen, nach der schrittweise Straßen gesperrt und Zugänge kontrolliert werden. Inzwischen sind Zufahrten bis rund 1,6 Kilometer vor dem Stadion gesperrt.