Der Sport-Tag

Der Sport-TagMit Waffe auf Spielfeld: PAOK-Besitzer verurteilt

24.02.2022, 17:41 Uhr
imago0032907749h
Sawwidi stürmte mit Waffe das Spielfeld. (Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der Besitzer des Fußballklubs PAOK Saloniki, der russische Oligarch Iwan Sawwidi, ist in Griechenland zu 25 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Sawwidi war im März 2018 während eines Spiels der Erstligisten PAOK und AEK Athen im Protest gegen eine Abseitsentscheidung aufs Feld gestürmt. Am Gürtel trug er gut sichtbar einen Revolver.

  • Sawwidi habe über einen Waffenschein verfügt, hieß es. Verurteilt wurde er also nur, weil er in der 90. Minute unerlaubterweise aufs Spielfeld rannte.

  • Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor argumentiert, Spieler des gegnerischen Klubs AEK hätten Angst gehabt, auch habe sich Sawwidi in Richtung Schiedsrichter bewegt. Zudem habe eine Waffe auf dem Spielfeld nichts zu suchen - das Verhalten weise eher auf Selbstjustiz hin. Doch diese Einwände wurden mit Blick auf den Waffenschein des Klubbesitzers abgewiesen.

  • Zuvor war Sawwidi bereits vom griechischen Fußballverband für drei Jahre aus griechischen Stadien verbannt und zu einer Geldstrafe von 100.000 Euro verdonnert worden.

  • Griechische Medien rätseln schon seit einiger Zeit, wo sich der russische Oligarch aufhält - in Griechenland ist er nicht, womöglich im russischen Rostow. Gegen das aktuelle Urteil hat er bereits Berufung eingelegt, berichtete der griechische Staatssender ERT.

Quelle: ntv.de