Am Landgericht Magdeburg hat ein zweiter Prozess wegen versuchten Mordes an Polizisten im Zusammenhang mit Ausschreitungen bei einem Fußballspiel begonnen. Dem 31 Jahre alten Angeklagten aus Magdeburg wird vorgeworfen, einen rund fünf Kilogramm schweren Pflasterstein aus einem Abstand von wenigen Metern auf einen Polizeibeamten geworfen zu haben, so ein Sprecher des Landgerichts Magdeburg. Durch den Wurf sei der Helm des Polizisten zerstört worden.
Der 31-Jährige soll zumindest billigend in Kauf genommen haben, dass der Wurf zu tödlichen Verletzungen hätte führen können. Die Staatsanwaltschaft gehe in ihrer Anklage vom Mordmerkmal niedrige Beweggründe aus. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Es ist das zweite Verfahren wegen versuchten Mordes im Zusammenhang mit den Ausschreitungen im Ostderby Anfang des Jahres. Ende Januar waren in der Zweitliga-Partie der 1. FC Magdeburg und die SG Dynamo Dresden in Magdeburg aufeinandergetroffen. In der Halbzeitpause war es im Umlauf des Stadions, hinter den Tribünen zu den Ausschreitungen gekommen.