Der Sport-Tag

Der Sport-Tag"Muss man überleben" - bei Tour-Stars geht die Angst um

05.07.2025, 09:50 Uhr

Droht der Tour de France in diesem Jahr in der ersten Woche ein Sturzfestival? Die Sorge ist jedenfalls groß unter den Fahrern. Da es auf den ersten zehn Etappen überwiegend über flaches Terrain geht, ist mit vielen Massenankünften zu rechnen. "Jeder weiß, dass der Kampf um das Gesamtklassement in der zweiten Woche beginnt. Bis dahin muss man überleben", sagt Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel.

Es werde ein hektischer Start, ergänzt der zweimalige Tour-Champion Jonas Vingegaard: "Wir müssen uns aus dem Trouble raushalten." Bereits in der Vergangenheit war es immer wieder gerade auf den ersten Etappen zu schweren Stürzen gekommen. Zu verlockend ist für viele Radprofis die einmalige Chance auf das Gelbe Trikot oder einen Etappensieg. Es werde "extrem chaotisch", rechnet Nils Politt mit vielen Zwischenfällen in der ersten Woche.

"Man kann die Tour dort verlieren - ohne schlecht zu sein", sagt der slowenische Titelverteidiger Tadej Pogacar. Es sei wichtig, nicht in Panik zu geraten. Vor allem sein Landsmann Primoz Roglic war in der Vergangenheit oftmals in Stürze verwickelt und hatte seine Hoffnungen auf eine Top-Platzierung aufgeben müssen, wie zuletzt beim Giro d'Italia. Dass die Veranstalter das Feld noch um ein Team vergrößert haben, sei laut Klassikerspezialist Mathieu van der Poel "ein Fehler" gewesen. Die meisten Stürze seien durch das Verhalten der Fahrer verursacht worden. "Weniger Teams und weniger Fahrer sind das Wichtigste, was wir für unsere Sicherheit tun können", meinte der niederländische Ex-Weltmeister.

Quelle: ntv.de