"Die Geldsummen sind mittlerweile gemeingefährlich. Als ich von Ajax für fünf Millionen Euro nach Hamburg gewechselt bin, wusste jeder, wer ich war. Wenn aber heute ein Spieler für 30 Millionen Euro zu Watford wechselt, kenne ich den nicht mal", schimpft Ex-Fußball-Profi Rafael van der Vaart, der die meiste Zeit seiner Karriere zu den Besser- bis Großverdienern der Branche gehörte und - das ist verbrieft - nicht nur für die Liebe der Fans spielte, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Zwar hat es der Holländer sich nicht so mit Namen, die Motive der meisten Kicker aber glaubt er schon zu kennen: "Profis verdienen mittlerweile so viel Geld, dass viele nur noch deswegen spielen", sagt van der Vaart,
Den Wechsel vom Hamburger SV nach Real Madrid 2008 hatte der damalige Co-Trainer Zeljko Petrovic abwenden wollen. Es sei besser, König in Hamburg zu sein, als ein normaler Prinz in Madrid. "Und das stimmt eigentlich, ich hatte hier alles", so van der Vaart über seine ersten drei Jahre beim HSV, "aber wenn man zu Real wechseln kann, macht man das natürlich." Ob der Sportler nur der Ehre wegen und für eine vom Verein gestellte Mietwohnung beim Großklub unterschrieb, ist zweifelhaft.
