Der Sport-Tag

Olympia entfacht ernsten Konflikt - um 0,21 Quadratkilometer

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Der damalige südkoreanische Präsident Lee Myung-bak besichtigte 2012 das umstrittene Archipel. (Foto: imago stock&people)
24.07.2019 | 12:07 Uhr

Viel Ärger um 0,21 Quadratkilometer (das sind 30 Fußballfelder) - und das ausgerechnet wegen der Olympischen Spiele, dem sportlichen Fest des Friedens: Ein Jahr vor den Spielen in Tokio ist durch die Darstellung einer kleinen Inselgruppe auf der Karte des Fackellaufes ein alter Streit zwischen Gastgeber Japan und Südkorea neu entfacht worden. Die Liancourt-Felsen im Japanischen Meer werden von beiden Ländern als ihr Territorium deklariert. Südkorea legte Protest bei der japanischen Botschaft im Lande ein. Japan wies diesen zurück.

Der Zwist um die Liancourt-Felsen (japanisch: Takeshima, koreanisch: Dokdo) hat bereits in der Vergangenheit immer wieder für Spannungen gesorgt. Bis 1945 wurden die Inseln von Japan verwaltet, seit 1953 werden sie von Südkorea verwaltet. Das Archipel besteht aus zwei kleineren gebirgigen Felsen, die von 33 noch kleineren Felsen umgeben sind.

(In einer früheren Version dieses Beitrags hatten wir behauptet, die Fläche der Liancourt-Felsen entspreche 0,0000027784 Saarlands. Da hatten wir uns verrechnet und bitten den Fehler zu entschuldigen. Die umstrittene Fläche ist in jedem Falle sehr, sehr klein.)