Der Sport-TagParalympics: DBS lehnt Boykott der Eröffnungsfeier ab
Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) lehnt einen Boykott der Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele wegen der Teilnahme russischer und belarussischer Athletinnen und Athleten an der Zeremonie ab. "Wir werden den Fokus auf die sportlichen Wettkämpfe legen", sagte DBS-Präsident Hans-Jörg Michels. "Von einem Boykott halte ich persönlich nichts. Das hat man in der Vergangenheit gesehen, dass das im Grunde genommen nichts bringt für den Sport."
Die Positionierung des Verbandes sei klar: "Wir verurteilen den Angriffskrieg, haben uns deutlich gegen eine Teilnahme von Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus ausgesprochen und stehen solidarisch an der Seite der Ukraine", sagte Michels, der im vergangenen Sommer auf den langjährigen Präsidenten Friedhelm Julius Beucher gefolgt war. Sechs russische und vier belarussische Athletinnen und Athleten dürfen per Wildcard bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 15. März) antreten.