Mehr Medaillen per Gesetz - und die am liebsten bei Olympischen Spielen vor der eigenen Haustür. Der Deutsche Bundestag hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause das langerwartete Sportfördergesetz beschlossen. Vorausgegangen war dem Vorhaben der schwarz-roten Koalition eine Dekade an Reformbemühungen rund um den organisierten Sport begleitet von stetigen Enttäuschungen und anhaltendem Abwärtstrend bei internationalen Großereignissen.
Von dem Beschluss, der offiziell den Titel "Gesetz zur Regelung der Förderung des Spitzensports und weiterer Maßnahmen gesamtstaatlicher Bedeutung im Sport sowie zur Errichtung der Spitzensport-Agentur" trägt, erwartet die Regierung nicht weniger als einen "echten Paradigmenwechsel". Immerhin träumt die Politik gemeinsam mit dem DOSB von Sommerspielen 2036, 2040 oder 2044 in Deutschland - und dafür müssen heute die Weichen gestellt werden.
"Ich bin überzeugt: Dieses neue Kapitel wird ein Erfolgskapitel für den deutschen Spitzensport", sagte Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt: "Wir stärken die Unabhängigkeit sportfachlicher Entscheidungen, rücken den Leistungsgedanken wieder konsequent in den Mittelpunkt und geben unseren Athletinnen und Athleten eine starke Stimme. Gleichzeitig verankern wir Good Governance und den Schutz vor interpersonaler Gewalt als wesentliche Grundlagen der Spitzensportförderung."