Bis Julian Nagelsmann zur Saison 2019/20 als Trainer bei RB Leipzig übernimmt, regiert dort bekanntlich Ralf Rangnick als Coach und Sportdirektor in Personalunion durch. Ein großer Vorteil: Interne Abstimmungen über Transferziele entfallen, was sich im Fall von Nationalspieler Sebastian Rudy als äußerst nützlich erweisen könnte. Der WM-Teilnehmer vom FC Bayern soll nämlich laut "Sport Bild" der absolute Wunschspieler von Rangnick sein, der ihn deshalb gern nach Leipzig lotsen würde. Demnach gab es bereits ersten Kontakt mit Rudys Management.
Das Problem: Mit 28 Jahren und seinem mutmaßlich üppigen Bayern-Gehalt ist Rudy ein Spieler, den RB laut seiner Transferregeln gar nicht verpflichten dürfte. Die Leipziger Philosophie besagt nämlich, keine Spieler zu kaufen, die älter als 24 Jahre sind. Zudem soll das Maximalgehalt für einen Spieler die Grenze von rund vier Millionen Euro nicht überschreiten. Aber: Laut "Sport Bild" ist der Trainer Rangnick mit dem Sportdirektor Rangnick überein gekommen, Rudy zur Ausnahme der internen RB-Transferregeln zu machen. Beide kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Hoffenheim.
Völlig offen ist allerdings, ob Rudy nach nur einer Saison in München überhaupt schon nach Leipzig wechseln würde. Nach seinem ablösefreien Wechsel aus Hoffenheim im Sommer 2017 war Rudy in den wichtigen Spielen der vergangenen Saison nicht wie erhofft zum Einsatz gekommen. Sein Vertrag in München läuft aber noch bis 2020.
Update, 11:16 Uhr: Leipzigs Rangnick dementiert - und zwar so: "Unabhängig davon, ob Sebastian Rudy ein sehr guter Spieler ist - wie soll das für uns darstellbar sein? Damit beantwortet sich dieses Gerücht von selber. Darüber hinaus steht es einem nicht zu über Spieler anderer Vereine zu sprechen."



