Der frühere Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg hat sich in der Diskussion um die Fünf-Sekunden-Strafe gegen Sebastian Vettel beim Großen Preis von Kanada deutlich gegen seinen Landsmann positioniert. "Die Strafe ist in Ordnung und hundertprozentig verdient", sagte Rosberg in seinem Podcast: "Es gibt eine Regel, dass man nach einem Ausrutscher sicher auf die Strecke zurückkehren muss, und das hat Vettel nicht getan."
Den Fehler müsse der Ferrari-Frontmann, der unter einem "ganz enormen Druck" stehe, deshalb ausschließlich bei sich selbst suchen. "Aber es ist eine Schwäche von Vettel, dass er sich selbst nie in Frage stellt und immer anderen die Schuld gibt", sagte Rosberg, der dennoch mehrfach betonte, dass Vettel ein "hervorragender Fahrer" sei: "Ich würde ihn auch gerne gewinnen sehen." In Montreal musste Vettel den sicher geglaubten Sieg wegen der Zeitstrafe seinem großen Widersacher Lewis Hamilton im Mercedes überlassen. Ferraris angekündigter Einspruch hat allerdings wenig Aussicht auf Erfolg.
