Uli Hoeneß hat sich mit der Kritik am Deutschen Fußball-Bund und Jürgen Klopp gerade im Verband wenig Freunde gemacht. Der DFB-Vizepräsident und Präsident des Niedersächsischen Fußball-Verbands, Ralph-Uwe Schaffert, sagte über Hoeneß' Kritik am DFB: "Die jüngsten Äußerungen von Uli Hoeneß zur Verpflichtung von Jürgen Klopp zeigen deutlich, dass Herr Hoeneß weder die Struktur noch die Entscheidungsprozesse des DFB kennt." Hoeneß hatte bei ntv/RTL und Sky davor gewarnt, den neuen Bundestrainer Klopp als "Messias" zu sehen. Und auch Kritik an der Verbandsstruktur des DFB geäußert. Er hält diese für nicht mehr zeitgemäß. Schaffert verwies dabei auf Andreas Rettig, dessen Nachfolger Per Mertesacker sowie Rudi Völler: "Genannten Personen kann wohl ernsthaft nicht vorgeworfen werden, dass sie keine Profis im Fußballgeschäft sind."

WM-Blamage: Hoeneß startet Frontal-Angriff auf DFB
Auch Hoeneß' Kritik am "Miteinkaufen" von Klopps Berater Marc Kosicke wies Schaffert zurück: "Soweit Herr Hoeneß den Vertragsschluss mit Marc Kosicke unter Hinweis auf dessen Geschäftsanteile an einer Agentur kritisiert, ist ihm scheinbar entgangen, dass diese von Herrn Kosicke zuvor bereits veräußert worden sind. Die Personalie Kosicke ist im Aufsichtsrat sorgfältig beraten und sodann positiv entschieden worden." Schaffert sagte deutlich: "Mitunter könnte es nicht schaden, sich zu Themen sachkundig zu machen, bevor man sich dazu - kritisch oder gar abwertend - äußert."