Die österreichische Radsportlerin Valentina Cavallar hat den Grund für ihr vorzeitiges Saisonende geteilt. Auf Instagram schreibt die 25-Jährige, dass im September ihre Mutter verstorben sei. Der Todesfall habe ihre "Sicht aufs Leben für immer verändert". Sie habe danach erkannt: "Im Leben geht es nicht darum, wie viel man erreicht, wie erfolgreich man ist oder wie bekannt der eigene Name ist. Es geht um die Menschen, die man liebt und mit denen man Erinnerungen schafft und teilt", schreibt sie. Cavallar hatte schon im August bei der Tour de France nach der 8. Etappe überraschend aufgegeben.
In ihrem Post teilt sie aber auch eine bestürzende Geschichte: Cavallar habe nur wenige Stunden nach dem Tod ihrer Mutter eine Dopingprobe abgeben müssen - in einem Raum, der neben dem Sterbezimmer mit der Leiche lag. Sie verstehe, schreibt sie, wie wichtig ein sauberer Sport ist und die Verantwortung einer professionellen Athletin. "Unter diesen Umständen eine Dopingkontrolle durchlaufen zu müssen, empfand ich als zutiefst schmerzhaft, völlig unangebracht und respektlos meiner Familie gegenüber. Es war ein Moment, der mich darüber nachdenken ließ, wie leicht wir vergessen können, dass hinter jedem Sportler ein Mensch steht - mit einem Leben, einer Familie und Gefühlen, die nicht einfach verschwinden, sobald die Verpflichtungen des Profisports beginnen."
