Der Sport-Tag

"Selbstmörderische" Krönung: Monster Pogacar macht alle fassungslos

30.09.2024 | 11:09 Uhr

Eddy Merckx hob Tadej Pogačar höchstpersönlich in den Legendenstatus. "Es ist offensichtlich, dass er jetzt über mir steht. Es gibt keinen Zweifel mehr", sagte Merckx, der größte Radprofi der Geschichte über den Größten der Gegenwart, der "L'Equipe". Ungläubig hatte der 79-Jährige am Sonntag Pogacars 100-Kilometer-Flucht bei der Rad-WM in Zürich am TV verfolgt. Er wurde, wie er hinterher sagte, Zeuge eines "unglaublichen Ereignisses in der Geschichte des Radsports. Was er hier geleistet hat, ist unvorstellbar. Wir werden uns noch sehr lange an ihn erinnern." Von der "Krönung eines absoluten Monsters" schrieb die einflussreiche "L'Equipe", von einem "Wahnsinnsschlag", einem "Meisterwerk". Pogacar, das Phänomen, der Fahrer von einem anderen Stern.

Nicht zum ersten Mal hatte der 26-jährige Slowene die Grenzen des Vorstellbaren gesprengt. Eine Attacke war erwartet worden, die Offensive ist schließlich Pogacars beste Waffe. An einen Angriff 100 Kilometer vor dem Ziel hatte aber niemand gedacht. "Selbstmörderisch" nannte Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel die irrwitzige Aktion, der entthronte Titelverteidiger Mathieu van der Poel glaubte, Pogacar hätte in diesem Moment "den WM-Titel weggeworfen", und selbst Pogacar war hinterher von sich selbst überrascht. "Dumm" sei die Attacke gewesen, "ich weiß nicht, was ich mir dabei gedachte habe."

Verwendete Quelle: ntv.de