Rumäniens Ministerpräsident Marcel Ciolacu hat aus Protest gegen eine umstrittene Entscheidung bei den Olympischen Spielen angekündigt, nicht zur Schlussfeier am Sonntag nach Paris zu reisen. Bei Facebook sprach der Politiker von einer "skandalösen Situation" und einer "eklatanten Ungerechtigkeit", die vor allem der Turnerin Ana Barbosu am Montag im Bodenfinale widerfahren sei.

Barbosu war zunächst mit der US-Amerikanerin Jordan Chiles punktgleich Dritte geworden, von amerikanischer Seite wurde allerdings gegen die Schwierigkeitswertung bei Chiles Einspruch eingelegt, eine höhere Wertung gefordert. Dem wurde stattgegeben, wodurch Chiles alleinige Dritte wurde und Barbosu ohne Medaille dastand.
Die Präsidentin des rumänischen Turnverbandes, Carmencita Constantin, sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie werde Beschwerde beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einreichen, ein Protestbrief an den Internationalen Turnverband FIG sei bereits versandt worden. Im Bodenfinale war auch Sabrina Voinea für Rumänien gestartet, sie wurde Fünfte.