Der Sport-TagSkeleton-Pilot ruft zu "sichtbarem Protest" auf
Sichtbare Zeichen auf der großen Bühne statt stiller Boykott: Der ukrainische Skeleton-Pilot Wladyslaw Heraskewytsch ruft die paralympischen Athleten zum Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge auf. Der Ukrainer erklärte wenige Tage vor dem Start der Paralympics, warum er dabei einen Boykott der Wettkämpfe nicht für den besten Weg hält. "Wenn wir die Bühne verlassen, überlassen wir sie Russland. Das ist meine größte Sorge. Deshalb glaube ich eher an sichtbaren Protest", sagte Heraskewytsch der "Bild". "Unsere Athleten sollten im Wettkampf zeigen, dass sie damit nicht einverstanden sind."
Der 27-Jährige selbst war bei den Olympischen Winterspielen in Italien kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom IOC untersagten Helm verzichten wollte. Der Kopfschutz zeigt die Bilder von mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine ums Leben gekommen sind.