Stepanie Venier blickt auf einen sehr durchwachsenen Ski-Alpin-Winter zurück. Die 31-jährige Österreicherin brachte im Weltcup nur selten ihre PS auf die Piste, bretterte in Saalbach dann jedoch zum WM-Titel im Super-G. Nicht wirklich rund läuft auch die Zusammenarbeit mit Chefcoach Roland Assinger, wie Venier nun deutlich klarstellte.
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"Die Richtlinien, die er vorgibt, sind oft schwer nachzuvollziehen und nicht mehr zeitgemäß", sprach Venier im Interview mit der "Krone" eindeutig Missstände an und konkretisierte: "Es geht um die Art und Weise, wie – wenn überhaupt – mit uns kommuniziert wird. Wir sind kritikfähig, aber es geht immer um das Wie. Wenn es in die persönliche Ebene geht, viele Mädels plärren, dann ist das nicht die feine englische Art. Durch die Diskussionen beziehungsweise dem Umgangston wird einem oft das Selbstvertrauen genommen. Dann ist es schwer, auf sein Können zu vertrauen."
Worte, die bestätigen, was zuvor schon die inzwischen zurückgetretene Tamara Tippler anprangerte. Tippler, die im Weltcup zehnmal das Podest enterte, prangerte Assinger Umgangston nach dem Ende des Ski-Winters 2024/25 ebenfalls an, betonte, es fühle sich an, als sei sie "nicht erwünscht" und warf Assinger vor, "von oben herab" zu kommunizieren.
Assinger, der beim ÖSV noch eine weitere Saison unter Vertrag steht, wies die Vorwürfe zwar zurück, nach der erneuten Kritik dürfte die Luft aber zunehmend dünn werden. Zumal die Österreicherinnen auch nicht gerade auf einen Top-Winter unter seiner Leitung zurückblicken.