Der Sport-TagStaatsanwaltschaft ermittelt: Verband sieht in Missbrauchsskandal keinen Anlass für Rücktritte
Im Missbrauchsskandal um Turnerinnen in Stuttgart und Mannheim liegt aus Sicht des Deutschen Turner-Bund (DTB) kein strafbares Fehlverhalten von Funktionären vor. Deshalb soll es auch keine personellen Konsequenzen geben, wie der DTB mitteilte.
Nachdem die Staatsanwaltschaft gegen insgesamt neun aktuelle und ehemalige Funktionäre Ermittlungen eingeleitet hat, habe die vom DTB beauftragte Kanzlei Redeker Sellner Dahs die Einleitungsverfügung geprüft.
Die Kanzlei sei zu dem Ergebnis gekommen, "dass sich eine Strafbarkeit der beschuldigten DTB-Funktionäre auf Grundlage der Einleitungsverfügung nicht nachvollziehen lasse. Die darin enthaltenen tatsächlichen Ausführungen und rechtlichen Erwägungen seien im Ergebnis nicht geeignet, die erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe zu tragen", hieß es in einer Verbandsmitteilung. Auf dieser Grundlage sehe "das Präsidium keine Veranlassung für personelle Konsequenzen".
Der DTB nehme die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart weiterhin sehr ernst und werde diese unterstützen. Darüber hinaus behalte der DTB die weiteren Entwicklungen im Blick und "werde die Situation erforderlichenfalls ergänzend bewerten".