Erst abgelenkt, dann ausgeschieden: Jan-Lennard Struff hat die nächste Überraschung gegen den kasachischen Topspieler Alexander Bublik verpasst und ist als letzter deutscher Profi beim ATP-Turnier in Stuttgart gescheitert. Im Achtelfinale des Rasen-Events verlor der Routinier (36) trotz einer ordentlichen Leistung mit 6:7 (3:7), 6:3, 2:6. In der ersten Runde der French Open hatte Struff den damaligen Top-Ten-Spieler Bublik noch überraschend aus dem Turnier genommen. Diesmal verlor er eine Partie, in der es Mitte des ersten Satzes kurios wurde.
Von einem Ort auf der Anlage dröhnte laute Party-Musik auf den Court herüber. Struff, der gerade einen Breakball abwehren wollte, wurde zu einer Unterbrechung gezwungen. Erst nach wiederholter Aufforderung des Stuhlschiedsrichters und einer mehrminütigen Pause konnte die Partie fortgesetzt werden. Struff ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und gewann sein Service, am Ende setzte sich dennoch die Klasse des aufschlagstarken Kasachen durch. Zuvor war bereits Yannick Hanfmann ausgeschieden. Er unterlag dem Italiener Mattia Bellucci mit 5:7, 7:6 (7:4), 2:6.