Dramatisches Spiel, kurioses Bekenntnis: Englands Trainer Thomas Tuchel bereut es, nach dem WM-Sieg seines Teams im Aztekenstadion gegen Mexiko nicht etwas vom Rasen gegessen zu haben. Das verriet der deutsche Coach in der Doku "Reflections: England's World Cup Journey" des englischen Fußballverbands FA, die am Mittwoch veröffentlicht wird.
Nach dem Spiel habe er einem Freund geschrieben, erzählte Tuchel. "Und ich schrieb einfach: Ich bereue es, dass ich nach dem Spiel nicht etwas Gras gegessen habe, damit ich für immer etwas davon in meinem Körper bewahren kann. So hat es sich angefühlt. Das war dieser Moment." Ganz ungewöhnlich ist die Idee nicht: Tennisstar Novak Djokovic hat nach seinen sieben Triumphen in Wimbledon immer wieder ein paar Halme des Rasens auf dem Centre Court gegessen.
Im legendären Aztekenstadion hatten die Three Lions in einer dramatischen Partie mit 3:2 gegen die Co-Gastgeber aus Mexiko gewonnen. Das englische Team spielte dabei fast eine Halbzeit lang in Unterzahl und brachte den knappen Vorsprung am Ende gerade noch so über die Zeit. Die Partie sei ein Höhepunkt des Turniers gewesen, sagte Tuchel. "Dieses Spiel hatte so viel von dem, was man sich nur wünschen kann."
