Der dreifache Tour-de-France-Sieger Christopher Froome hat die Praxis der medizinischen Ausnahmegenehmigungen für verbotene Medikamente kritisiert, obwohl er selbst davon profitierte. Das bestehende Anti-Doping-System lade zu "Missbrauch" ein, erklärte der britische Radprofi. Das konnte als Seitenhieb auf seinen einstigen Teamkapitän Bradley Wiggins verstanden werden, der vor drei wichtigen Rennen in seiner Karriere jeweils per Ausnahmegenehmigung das auf der Dopingliste stehende Mittel Triamcinolon eingenommen hatte - unter anderem vor seinem Tour-Sieg 2012. Wiggins' Daten hatten Hacker öffentlich gemacht, ebenso wie die von Froome. Demnach habe auch Froome in seiner Karriere zweimal offiziell erteilte Genehmigungen erhalten. "Das waren therapeutische Maßnahmen", rechtfertigte sich der jetzige Sky-Kapitän laut Nachrichten-Agentur AP. "Ich weiß, dass ich die Regeln nicht nur ertragen muss, sondern ich muss weitergehen", um der Vorbild-Funktion auch "moralisch und ethisch" gerecht zu werden", teilte er via Twitter mit. Ihm sei es nie um den "Sieg um jeden Preis" gegangen.
Der Sport-Tag
Toursieger Froome weist Dopingverdacht zurück
27.09.2016 | 19:35 Uhr