Jo-Wilfried Tsonga hatte bereits vor dem Matchball mit den Tränen zu kämpfen. Unter dem Applaus der stehenden Zuschauer schlug der 37 Jahre alte Franzose ein letztes Mal auf, dann war die Karriere des Publikumslieblings beendet. Tsonga hatte bereits vor den French Open angekündigt, dass die diesjährige Auflage sein letztes Turnier sein würde.

Gegen den Norweger Casper Ruud zeigte Tsonga, vor zehn Jahren schon einmal die Nummer fünf der Tennis-Welt, noch einmal sein ganzes Können. Angefeuert von den französischen Fans, die im Stadion von Beginn an für eine Fußball-Atmosphäre sorgten, packte Tsonga einige Zauberschläge aus und gewann den ersten Satz sogar mit 7:6 (8:6). Doch Ruud holte sich die weiteren Sätze mit 7:6 (7:4), 6:2, 7:6 (7:0).
Am Ende stand der Franzose sogar kurz vor der Aufgabe, weil ihm wie häufig in der Karriere eine Verletzung zu schaffen machte, dieses Mal an der Schulter. Doch Tsonga blieb eine Aufgabe in seinem letzten Spiel erspart. Beim abschließenden Ballwechsel stand das gesamte Stadion und verabschiedete den Australian-Open-Finalisten von 2008 in den sportlichen Ruhestand.