Durch das Werfen von Tennisbällen haben Fans des SC Freiburg für eine fünfminütige Unterbrechung der Bundesliga-Partie bei Bayer Leverkusen gesorgt. Mit der Aktion protestierten die Anhänger nach eigenen Angaben gegen die Auflagen für Gästefans in der BayArena. Erst nach einer längeren Diskussion zwischen den Fans und Trainer Julian Schuster konnte das Spiel fortgesetzt werden.
"Fankultur eingeschränkt = Spielbetrieb unterbrochen - gegen Materialverbote", stand auf einem Banner in der Kurve der Freiburger. Nach knapp zwei Spielminuten begannen sie, Tennisbälle auf den Rasen zu werfen. Als Schiedsrichter Florian Badstübner nach einer Unterbrechung wieder anpfeifen wollte, flogen erneut Tennisbälle aufs Feld. Schuster diskutierte wütend mit den Anhängern, ehe die Partie nach über fünf Minuten fortgesetzt wurde.
In Leverkusen werde "die Fankultur wiederkehrend mit Füßen getreten", schrieben die Freiburger Ultras in einer Begründung am Sonntag: "So auch heute – u.a. mit dem kollektiven Verbot von Fahnen und Doppelhaltern." Man wünsche Bayer-Geschäftsführer Fernando Carro "und seinem gesamten Team baldige Einsicht".