Der Sport-Tag

Üble Prügelattacke auf griechischen Referee - Kollegen treten in Streik

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(Foto: imago/Sven Simon)
20.12.2018 | 16:57 Uhr

Sprüche wie "Schiri, wir wissen wo dein Fahrrad steht" gehören noch zur harmlosen Variante, dürften aber in den meisten deutschen Sportligen Alltag sein. Schön ist auch das nicht - schockierend ist allerdings, was sich im griechischen Fußball abgespielt hat.

  • Aus Protest gegen einen Überfall auf einen ihrer Kollegen sind die dort tätigen Schiedsrichter für unbestimmte Zeit in den Streik getreten. Vermummte hatten am Vortag einen Referee der Superliga vor seinem Haus in der mittelgriechischen Stadt Larissa zusammengeschlagen. "Wir bringen damit unsere Empörung zum Ausdruck", hieß es in einer Erklärung der Schiedsrichter, die sie an den Fußballverband (EPO-HFF) schickte. Der Streik betreffe die Superliga.

  • Der Schiedsrichter war nach Krankenhausangaben am Kopf und am Knie verletzt worden. Er wurde heute aus dem Krankenhaus entlassen. Von den Tätern fehlte jede Spur. Der griechische Fußballverband verurteile in einer Erklärung "die abscheuliche Tat". Auch die wichtigsten griechischen Mannschaften kritisierten die Attacke.

  • Der griechische Fußball wird seit Jahren von Ausschreitungen und Gewalt in und um die Fußballplätze überschattet. Es war die 27. Attacke auf einen Schiedsrichter seit 2009, berichtete der griechische Radiosender Sport-FM. Die griechische Superliga war bereits im März 2018 wegen Ausschreitungen vorübergehend unterbrochen werden.