Der Sport-Tag

Der Sport-TagUmstrittener Weltverbandspräsident nutzt Nationtrick für Wiederwahl

23.04.2026, 11:21 Uhr
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FIS-Präsident Johan Eliasch zieht im Kampf um seine Wiederwahl alle Register. Der britisch-schwedische Unternehmer geht als Kandidat von Georgien in das Rennen um eine dritte Amtszeit. Schweden und Großbritannien hatten zuvor erklärt, den umstrittenen Boss des Internationalen Ski- und Snowboardverbandes nicht nominieren zu wollen. Die Statuten der FIS schreiben vor, dass Wahlkandidaten "einen gültigen Reisepass der Staatsangehörigkeit ihres nominierenden Mitgliedsverbandes" besitzen müssen. Der georgische Verband machte zunächst keine Angaben zu den Hintergründen. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, Eliasch wolle sich den armenischen Pass besorgen.

Die FIS will ihren Mitgliedsverbänden am 20. Mai nach Prüfung durch ein internationales Gremium eine Liste der wählbaren Kandidaten zukommen lassen. Die eigentliche Wahl findet am 11. Juni in Serbiens Hauptstadt Belgrad statt. Neben Eliasch streben auch Alexander Ospelt (Liechtenstein), Anna Harboe Falkenberg (Dänemark), Dexter Paine (USA) und Victoria Gosling (Großbritannien) in das Amt. Eliasch hatte 2021 die Nachfolge des langjährigen Präsidenten Gian-Franco Kasper angetreten. Schon seine Wiederwahl 2022 war umstritten. Bei der Wahl bestand nur die Möglichkeit, für Eliasch zu stimmen oder sich zu enthalten - ein "Nein" war nicht möglich. Der Deutsche Skiverband (DSV) nannte dies eine Farce.

Quelle: ntv.de