Der brasilianische Fußball-Star Dani Alves hat in seiner Untersuchungshaft wegen des Verdachts einer Vergewaltigung seine Verteidigungsstrategie geändert. Der 39-Jährige sagte auf eigenen Wunsch vor dem Richter in Barcelona aus und räumte in seiner kurzen Aussage eine sexuelle Beziehung zu dem vermeintlichen Opfer im gegenseitigen Einvernehmen ein. In seinen Aussagen bei bisherigen Verhören in dem seit Jahresbeginn laufenden Verfahren hatte sich der frühere Star des FC Barcelona und von Paris St. Germain mehrfach in Widersprüche verwickelt. Der Abwehrspieler soll Ende Dezember einer Frau in einem Nachtclub in Barcelona in den Intimbereich gefasst haben.
Beobachter rätseln noch über die Gründe für den Strategiewechsel. Einerseits könnte Barças hochdekorierter Ex-Star versuchen, im nächsten Anlauf eine Haftverschonung bis zu einem Strafprozess zu bewirken. Andererseits erscheint nicht ausgeschlossen, dass die Anwälte des dreimaligen Champions-League-Gewinners bereits auf ein möglichst geringes Strafmaß für ihren prominenten Mandanten spekulieren.
