Der Sport-Tag"Versager raus" - Bei Greuther Fürth kippt die Stimmung
Über den gerade noch abgewendeten Totalschaden waren die Fans der SpVgg Greuther Fürth natürlich höchst erfreut. Ihr Urteil nach einer missratenen Saison der Franken in der 2. Fußball-Bundesliga fiel nach der glimpflich verlaufenen Relegation dennoch unmissverständlich aus. "Auf dem Platz und in den Gremien: Versager raus! Neuanfang jetzt!", stand auf einem Banner vor der Kurve der glühendsten Fürther Anhänger. Immer wieder wurde auch lautstark das Aus von Geschäftsführer Holger Schwiewagner gefordert.
Der Kleeblatt-Verein bleibt nach dem 2:0 im Rückspiel gegen Rot-Weiss Essen zwar zweitklassig. Doch beim Spitzenreiter der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga, der nach 29 Jahren fast in die 3. Liga abgestürzt wäre, muss sich einiges ändern. Bis zum Ende zittern will im Frankenland niemand mehr ."Ich kann den Frust von Fans nachvollziehen", sagte der sichtlich mitgenommene Trainer Heiko Vogel nach der Rettung über das Plakat. "Ich glaube, dass der Verein das schon im Vorfeld wahrgenommen hat. Wir wissen, dass wir Hausaufgaben haben. Es bedarf viel Arbeit und Analyse. Man kann sich sicher sein, dass wir das auch machen."
Der Abschied der beiden Paradestürmer, die auch beide gegen Essen im Rückspiel trafen, steht schon fest. Noel Futkeu kehrt nach zwei Jahren zu Eintracht Frankfurt zurück, Kapitän Branimir Hrgota sucht nach sieben Jahren in Fürth eine neue Herausforderung. Das Duo wird schwer zu ersetzen sein.