Die ghanaische Regierung hat gegen die nach Kanada verweigerte Einreise des Fußball-Nationalspielers Thomas Partey Protest eingelegt. In einer Erklärung hieß es, dass die Regierung "äußert starke Vorbehalte" habe "angesichts der willkürlichen und äußerst ungerechten Entscheidung Kanadas, einen Antrag auf befristete Aufenthaltsgenehmigung" für ihren Spieler abzulehnen. Man betreibe nun "aktive diplomatische Bemühungen" gegenüber kanadischen Vertretern und hoffe, die Entscheidung rückgängig machen zu können.
"Die Entscheidung beruht offenbar auf einem im Vereinigten Königreich anhängigen Strafverfahren, das bislang weder zu einer Verurteilung noch zu einer gerichtlichen Feststellung der Schuld geführt hat", teilte die Regierung mit, die am 11. Juni eine offizielle Protestnotiz an das kanadische Außenministerium übermittelte. Partey, der am 17. Juni in Toronto mit seiner Mannschaft gegen Panama in die WM starten sollte, war im Juli 2025 in London wegen mutmaßlicher Vergewaltigung und sexueller Nötigung angeklagt worden war. Der Mittelfeldspieler des FC Villarreal bestreitet die Vorwürfe.
