Jürgen Klopp verpasste sich aus Respekt vor dem "großen Amt" selbst einen Maulkorb, dafür ließ Rudi Völler erste Umrisse einer neuen, besseren Nationalmannschaft der Zukunft erkennen. Joshua Kimmich jedenfalls, das machte der DFB-Sportdirektor beim Internationalen Trainer-Kongress in Mainz klar, wird eine tragende Säule bleiben.
"Jo hat es in vielen Länderspielen bewiesen, dass er ein Fahnenträger ist, ein toller Kapitän", sagte Völler, während der DFB-Spielführer mit den anderen Nationalspielern vier Wochen nach dem neuerlichen WM-Desaster beim FC Bayern wieder zum Dienst erschien: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da eine große Veränderung geben wird."
Und sonst? "Nach so einem großen Turnier", sagte Völler, "wird es auch ein paar Spieler geben, die von sich aus zurücktreten oder nicht mehr eingeladen werden." Die Namen Leon Goretzka und Leroy Sané wollte er nicht kommentieren. Der Großteil der Mannschaft, die bei der WM im Sechzehntelfinale an Paraguay scheiterte, werde beim Neustart unter Klopp im September aber wieder dabei sein, "das ist auch richtig so", betonte Völler.
