Der Sport-Tag

Vogts ledert gegen FIFA und DFB - und hat Reform-Idee

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10.06.2026 | 17:28 Uhr

Der frühere Fußball-Bundestrainer Berti Vogts hält wenig von der XXL-WM mit 48 Teams. "Ganz ehrlich: So ein Mammutturnier schadet dem Fußball", sagte Vogts der "Rheinischen Post". Man wolle bei einer Weltmeisterschaft "doch die besten Mannschaften und die besten Spieler der Welt sehen", sagte Vogts vor dem WM-Start und ergänzte, warum aus seiner Sicht immer mehr Nationen dabei sind: "Da geht es doch nur um das Finanzielle."

Ebenso enttäuscht wie vom Weltverband FIFA ist der Trainer des deutschen Europameisterteams von 1996 auch vom DFB und dessen Präsident Bernd Neuendorf. Er würde vom DFB-Boss erwarten, "dass er sich bei der FIFA für den Fußball einsetzt", betonte Vogts: "Er müsste mit den anderen Top-Nationen, mit den Franzosen, mit den Italienern, mit den Engländern beim Weltverband vorsprechen und sagen: So geht es nicht weiter, wir machen den Fußball kaputt."

Anstatt einer immer größeren WM würde sich der ehemalige Coach für die Zukunft das genaue Gegenteil wünschen. "Ich würde dafür plädieren, wieder auf 24 Mannschaften zu reduzieren und die Wege der Qualifikation zu verändern", sagte Vogts. Demnach könnte man kontinentale Meisterschaft wie eine EM aufwerten, indem man sich darüber künftig direkt für die WM qualifizieren kann. "Oder über die Nations League. Warum sollten nicht die ersten Vier eines solchen Turniers zur WM fahren?", fragte Vogts.

Verwendete Quelle: ntv.de