Wegen des anhaltenden Krieges spitzt sich die Lage im ukrainischen Handball dramatisch zu. Der nationale Verband (UHF) sieht sich mit immer größeren Problemen konfrontiert und fürchtet um seine Zukunft. "Nach fünf Jahren Krieg, zahlreichen Hindernissen und einer zunehmend kritischen finanziellen und logistischen Situation ist unsere Existenz bedroht", sagte der Generalsekretär des Verbandes, Alexander Gladun, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zuletzt hatte der Verband sogar einen Rückzug aus dem internationalen Handball erwogen. Als Gründe nannte man die drastisch gestiegenen Reisekosten, schwierige Bedingungen an der Grenze und lange Wartezeiten bei internationalen Reisen.
Von den internationalen Verbänden wünscht sich Gladun mehr Unterstützung. "Ich laufe seit fünf Jahren wie ein Bettler herum. Ich bin es leid. Wir sind mürbe. Wir sind eine Föderation mit großer Handballtradition und finden doch kein Gehör. Ohne die Unterstützung der Verbände aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Ungarn, Rumänien, der Slowakei und den baltischen Ländern gäbe es uns nicht mehr", kritisierte der Generalsekretär.