Der Sport-Tag

Winnie Schäfer steckt mitten in einem Fußball-Politikum

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Der 68-Jährige arbeitet in Teheran. (Foto: imago/Amirhossein Kheirkhah)
08.02.2018 | 12:04 Uhr

Der deutsche Fußball-Trainer Winfried Schäfer steckt mitten in einem Politikum: Die Feindschaft zwischen Saudi-Arabien und dem Iran beschäftigt seinen derzeitigen Arbeitgeber, den Klub Esteghlal aus Teheran.

  • Der iranische Fußball-Verbands-Präsident Mehdi Taj ist zum Weltverband Fifa nach Zürich geflogen, um bei Fifa-Boss Gianni Infantino persönlich zu intervenieren.

  • Grund für den Protest vonseiten des Iran ist die Ansetzung des asiatischen Champions-League-Spiels zwischen Esteghlal und dem saudi-arabischen Spitzenklub Al-Hilal.

  • Aufgrund der angespannten politischen Situation können die Spiele nicht in den beiden Ländern ausgetragen werden. Esteghlal wählte für sein Heimspiel am 20. Februar Katar, Al-Hilal für das Duell am 16. April Kuwait aus.

  • Die asiatische Konföderation AFC lehnte jedoch die Wahl Esteghlals ab und besteht auf einer Austragung in Oman. Auch hier ist die politische Lage zwischen dem Austragungsland und Iran belastet. Dem Schäfer-Klub wurde keine Möglichkeit eingeräumt, Alternativ-Vorschläge anzubieten.

  • Die asiatische Champions League wird allerdings von der Konföderation AFC ausgerichtet. Es muss abgewartet werden, ob sich die FIFA in diesem Fall tatsächlich einschalten wird.

  • Schäfer ist seit Anfang Oktober 2017 für Esteghlal tätig.