Basketball-Nationalspieler Bastian Doreth, Initiator einer Aktion des Teams für Toleranz und gegen Rassismus, findet politische Botschaften von Sportlern angemessen. "Ich bin schon der Meinung, dass man eine Verantwortung hat. In den USA wird ja gerade diskutiert, ob Sportler überhaupt berechtigt sind, politische Meinungen nach außen zu tragen. Ich finde, wir sind es", sagte der 29-Jährige der "Nürnberger Nachrichten".
"Wir sind auch Bürger und es herrscht Meinungsfreiheit. Aber ich kann auch verstehen, wenn andere Sportler davor Angst oder Respekt haben, denn es kommt natürlich Gegenwind. Aber wenn man hinter der Sache steht, dann lohnt sich der Mehraufwand", sagte der Spieler von Medi Bayreuth.
Die Spieler der deutschen Basketball-Nationalmannschaft hatten sich vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Israel am Sonntag in Leipzig in einem Video deutlich für Toleranz und gegen Rassismus ausgesprochen. Dazu zeigen sich die zwölf Spieler des derzeitigen Kaders in einem Video in T-Shirts mit der Aufschrift #Wirsindmehr.
Mit dem Slogan #Wirsindmehr hatte sich zuletzt eine Initiative aus Chemnitzer Bürgern, Unternehmern und Wissenschaftlern gegen "Hass, Gewalt, Intoleranz" ausgesprochen.