Der Sport-Tag

Der Sport-Tag"Wozu? Habe es erkämpft": Russe weigert sich, Biathlon-Gold zurückzugeben

17.02.2026, 06:40 Uhr
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Simon Schempp sah 2014 nur, wie Schipulin vor ihm ins Ziel kam. (Foto: picture alliance / dpa)

Der russische Ex-Biathlet Anton Schipulin hat sich geweigert, sein olympisches Staffel-Gold von den Winterspielen 2014 für die Übergabe an das deutsche Team zurückzugeben. Auf die Frage, ob er die Medaille aus Sotschi wie gefordert an das Internationale Olympische Komitee (IOC) zurückgeschickt habe, sagte der damalige Schlussläufer dem russischen Sender Match TV: "Nein, wozu? Ich habe sie erkämpft. Sie ist meine, ich werde sie nicht zurückgeben."

Am Sonntag hatten Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp mit zwölf Jahren Verspätung ihre Goldmedaillen bekommen, die dem russischen Quartett in einem jahrelangen Verfahren aberkannt wurden. Jewgeni Ustjugow wurde des Dopings überführt und nach seiner rückwirkenden Sperre scheiterte er mit seinen Einsprüchen vor allen gerichtlichen Instanzen, anschließend rückte Deutschland vom Silber- auf den Goldrang vor.

Schipulin äußerte sich auf seiner Instagram-Seite noch ausführlicher. Erst wenn das IOC und die internationalen Verbände "unseren Sportlern die Flagge und die Hymne zurückgeben, damit aufhören, sie mit dem "neutralen Status" zu erniedrigen", würde er anders entscheiden: "Dann bin ich bereit, meine Medaillen zurückzugeben", schrieb Schipulin provokant zu einem Video des Zielsprints. Am 22. Februar 2014 hatte er diesen gegen den deutschen Schlussläufer Schempp mit 3,5 Sekunden Vorsprung für sich entschieden.

Quelle: ntv.de