Formel1

Highspeed-Crash mit Verstappen Hamiltons Boss kontert Attacken von Red Bull

Der Unfall zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen am vergangenen Wochenende in der Formel 1 sorgt weiter für jede Menge Diskussionen. Gegen den Champion Hamilton werden dabei gewaltige Vorwürfe erhoben. Unter anderem von Verstappens Teams. Der Teamchef des Engländers kontert nun.

Nach dem heftig diskutierten folgenschweren Highspeed-Crash zwischen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und WM-Spitzeneiter Max Verstappen ist für Mercedes-Teamchef Toto Wolff eine absolut klare Schuldzuweisung Richtung Hamilton nicht gerechtfertigt. "Es sind zwei Rennfahrer - einer ein siebenmaliger Champion, der in der Vergangenheit nicht gerade aufgefallen ist, dass er aggressiv fährt -, die einfach kollidiert sind. Das lässt natürlich die Emotionen hochkommen, aber man kann in diesem Fall keine eindeutige Schuldzuweisung fällen", sagte der Österreicher im Interview mit RTL/ntv.

Mercedes-Pilot Hamilton war am vergangenen Sonntag in seinem Heimrennen in Silverstone in der ersten Runde mit Verstappen kollidiert. Der Niederländer (23) war nach einer Berührung der Räder in die Reifenstapel gekracht. Hamilton gewann trotz einer Zehn-Sekunden-Strafe und verkürzte den WM-Rückstand auf Verstappen auf nur noch acht Punkte. Verstappen und sein Red-Bull-Team hatten Hamilton für den Zweikampf heftig kritisiert und eine schärfere Bestrafung gefordert.

"Man sieht anhand der Kommentare, insbesondere anhand der Fahrer, dass es nicht ganz klar ist, es ist wahrscheinlich eine 50:50-Situation. Leclerc und Alonso beispielsweise geben die Schuld Verstappen. Ich will aber gar keine Schuldzuweisungen durchführen, es ist hartes Racing, was zwischen den beiden stattgefunden hat", sagte Wolff.

Auch von den Red-Bull-Vorwürfen, Hamiltons Manöver sei im Hinblick auf den WM-Stand eine "Verzweiflungstat" gewesen, sah Wolff ab und nahm seinen Piloten weiter in Schutz. "Er hat gerade auch in der Vergangenheit bewiesen, dass er nicht auf solche Aktionen aus ist, jemanden von der Bahn zu fahren oder zu kollidieren. Ganz im Gegenteil: Er hat in vielen letzten Rennen bewiesen, dass er sich im Zweifelsfall aus der Situation herausnimmt, dass er einfach auch nachgibt und keine Kollision eingeht", sagte Wolff.

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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