"Die Formel 1 sagt der Türkei goodbye"

Istanbul-Rennen vor dem Aus

22.04.2011 | 12:35 Uhr
Kaum Zuschauer, keine Stimmung, aber ein horrendes Antrittsgeld - diese Gleichung kann in der Formel 1 nicht aufgehen. Deshalb steht der seit 2005 ausgetragenen Große Preis der Türkei vor dem Aus. Die diesjährige Auflage des Rennens könnte die letzte sein.
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Michael Schumacher übt im Mai 2010 auf Istanbul Park Circuit. (Foto: AP)

In der Formel 1 steht der Große Preis der Türkei in Istanbul vor dem Aus. Laut türkischen Medienberichten konnte keine Einigung bezüglich der finanziellen Rahmenbedingungen erzielt werden. Demnach ist die Regierung nicht bereit, die von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone geforderte Verdoppelung des Antrittsgeldes auf 26 Millionen Euro für die Austragung 2012 aufzubringen. Somit könnte das diesjährige Rennen am 8. Mai (zum Rennkalender) vorerst das letzte am Bosporus sein.

"Die Formel 1 sagt der Türkei goodbye", lautete die Überschrift der Zeitung "Haberturk". Murat Yalcintas von der Wirtschaftskammer des Landes sagte: "Das Finanzministerium will eine solche Zahlung nicht leisten. Das ist der Grund, warum das Rennen im nächsten Jahr nicht stattfinden wird." Der Vertrag läuft in diesem Jahr aus. Hinzu kommt, dass 2012 die Formel 1 in Austin (USA) Station machen soll und bei einer Maximalzahl von 20 Grand Prix ein WM-Lauf gestrichen werden müsste.

Eklat im Jahr 2006

Der Grand Prix wird seit 2005 auf dem eigens erbauten Istanbul Park Circuit ausgetragen und hat seitdem mehrfach für Negativschlagzeilen gesorgt. Konstant für Ärger bei Bernie Ecclestone sorgte der geringe Zuschauerzuspruch.

Zudem verursachten die Organisatoren des Rennens 2006 für einen politischen Eklat, als sie den Präsidenten der international nicht anerkannten türkischen Republik Nordzypern, Mehmet Ali Talat, den Siegerpokal überreichen ließen. Dafür wurden sie zu einer Geldstrafe von fünf Millionen Dollar verurteilt.

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Verwendete Quellen: cwo/sid