Neuer Vertrag nach WM-Sensation

Curaçaos Nationalheld Advocaat plant den nächsten Coup

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Dick Advocaat jubelt nach dem ersten WM-Punkt von Curaçao. (Foto: picture alliance / Anadolu)
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09.09.2026 | 17:27 Uhr
Der erste WM-Punkt in der Geschichte von Curaçao macht ihn zum Helden: Nach dem Vorrunden-Aus bei der WM hatte Trainer Advocaat seine Zukunft noch offen gelassen. Nun hat der Niederländer einen neuen Vertrag unterschrieben.

Dick Advocaat bleibt ein weiteres Jahr der Cheftrainer der Fußball-Nationalmannschaft von Curaçao. Der Niederländer hat einen neuen Vertrag bis zum Sommer 2027 unterschrieben, teilte der Fußball-Verband der niederländischen Karibikinsel in den sozialen Medien mit. "Wir haben gemeinsam etwas Besonderes erreicht, und ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Spielern und dem Trainerstab auf dem Erreichten weiter aufzubauen", sagte Advocaat in der Mitteilung.

Die bisherige Amtszeit des 78-Jährigen bei Curaçao verlief etwas ungewöhnlich. Der frühere Nationaltrainer der Niederlande hatte Curaçao zur ersten WM-Teilnahme der Geschichte geführt.

Anfang des Jahres war Advocaat dann aber aus familiären Gründen zurückgetreten, um mehr Zeit mit seiner erkrankten Tochter verbringen zu können. Wenige Wochen später kehrte der Niederländer jedoch überraschend auf die Trainerbank zurück, um die Mannschaft bei der ersten WM der Verbandsgeschichte zu betreuen.

Spieler sprechen sich für Advocaat aus

Nach der deutlichen Auftaktniederlage gegen Deutschland (1:7) trotzte sein Team Ecuador ein 0:0 ab und holte damit den ersten WM-Punkt der Landesgeschichte. Im abschließenden Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste verlor der WM-Debütant mit 0:2.

Die Spieler des WM-Neulings hatten sich nach Platz vier in der Gruppenphase für einen Verbleib des Trainers ausgesprochen. "Ich will, dass er weitermacht, aber es ist seine Entscheidung. Er hatte eine lange, wunderschöne Karriere. Wir müssen ihm jetzt erstmal ein wenig Freiraum geben. Aber natürlich wollen wir mit ihm weiterarbeiten", hatte Torhüter Eloy Room gesagt, der mit seinen 15 Paraden im zweiten Spiel gegen Ecuador Heldenstatus in Curacao erlangt hat.

Nach dem Aus in der Vorrunde hatte der Chefcoach seine Zukunft noch offen gelassen. "Darüber habe ich mir noch keine Minute Gedanken gemacht. Ich habe mich auf die WM fokussiert und wollte das maximale Ergebnis. Vielleicht, wenn ich den Raum verlasse", hatte der 78-Jährige auf der Pressekonferenz direkt nach dem WM-Aus gesagt.

Ob Advocaat Curaçao noch einmal zu einer Weltmeisterschaft führen kann, bleibt allerdings offen. Die nächste WM finde 2030 in Spanien, Portugal und Marokko statt. Hinzu kommen Eröffnungsspiele in Uruguay, Argentinien und Paraguay.

Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/dpa